Homosexualität und Kirche
Publik-Forum 14/2019

Homosexualität und Kirche

Wo ist das Problem?

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, wie wir bei Publik-Forum eigentlich auf Ideen für Artikel kommen. Eine Antwort ist: beim Mittagessen. Wenn wir in unserem Pausenraum in der Krebsmühle sitzen, zum Beispiel bei Spaghetti Pesto (Spezialität von Michael Schrom), frischem Salat (zubereitet von Eva-Maria Lerch) oder Tofu-Würstchen (Anne Strotmann), unterhalten wir uns über dieses und jenes. Als wir neulich übers Reisen sprachen, kam die Frage auf, ob man denn angesichts des Klimawandels überhaupt noch fliegen dürfe. Britta Baas und Eva-Maria Lerch diskutierten – und schon war die Idee für einen journalistischen Beitrag geboren. Das Ergebnis lesen Sie ab Seite 44.

Fliegen ist zweifellos umweltschädlich, deshalb versuchen wir, es zu vermeiden. Doch viele Artikel dieser Ausgabe gäbe es nicht, wären Menschen nicht in ein Flugzeug gestiegen: Der Journalist Knut Henkel hat in Kolumbien ein Friedensdorf besucht (ab Seite 18), unsere Autorin Claudia Mende hat sich auf die Spuren jüdischen Lebens in Marokko begeben (ab Seite 40), die Frauenrechtlerin Jinat Ara Haque ist aus Südostasien nach Deutschland gereist (Seite 17) und hat mit mir über ihr Leben gesprochen.

Auch ich bin jüngst wieder geflogen – nicht in den Urlaub, sondern auf eine Recherchereise nach Bangladesch. Meine Eindrücke werde ich Ihnen in den kommenden Ausgaben schildern. Während ich mich vor Ort mit den Bedingungen in der Textilindustrie beschäftigte und ein Flüchtlingslager der Rohingya besuchte, haben sich die Kolleginnen und Kollegen in der Redaktion mit vielen spannenden Fragen befasst – etwa, wie der Philanthrop George Soros zur Hassfigur für die Rechten wurde (ab Seite 12) oder warum Religionen eigentlich ein Problem mit Homosexualität haben.

25 Jahre ist es her, seit in Deutschland der sogenannte Schwulen-Paragraf (§175 Strafgesetzbuch), der »homosexuelle Handlungen« mit Gefängnis bestrafte, abgeschafft wurde. »Es gibt keinen einzigen religiösen Grund, Schwule und Lesben abzulehnen, dafür umso mehr Gründe, sich mit ihnen zu solidarisieren«, sagt meine Kollegin Anne Strotmann. Warum, das lesen Sie in unserem zehn Seiten starken Schwerpunkt zum Thema ab Seite 26.

Verlag: Publik-Forum; 64 Seiten
Bestellnummer: 1914
Weiterempfehlen:
6,00 EUR
/
6,00 CHF
inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten

Das könnte Sie auch interessieren

Gratwanderung
19,99 € *
/
28,50 CHF
Klezmer for Peace
18,40 € *
/
36,50 CHF
Alles für alle
22,00 € *
/
31,50 CHF
Das Schwere leicht gesagt
10,00 € *
/
14,90 CHF
Abschied vom Opfertod
16,00 € *
/
22,50 CHF
Mit meinem Konto anmelden
Später anmelden
E-Mail-Adresse/Passwort nicht korrekt.