An das Morgen glauben
Publik-Forum 1/2022

An das Morgen glauben

Trotz aller Krisen zuversichtlich in die Zukunft

Liebe Leserin, lieber Leser,

zum Jahreswechsel ziehen viele Menschen Bilanz und planen, wie es im neuen Jahr gut oder noch besser weitergehen kann. Sie nehmen sich vor, gesünder zu essen, weniger Alkohol zu trinken, sich mehr zu bewegen, vielleicht wieder mehr zu lesen. Wie sinnvoll gute Vorsätze tatsächlich sind und warum wir oft an ihnen scheitern, erläutert der Psychologe Dieter Frey auf Seite 9.

In dieser ersten Ausgabe des neuen Jahres – und zweiten Ausgabe, an der ich als Redakteurin bei Publik-Forum mitwirken darf – dreht sich alles um die Zukunft. Doch wie kann die im besten Fall aussehen? Was wünscht man in einem neuen Jahr, das aller Wahrscheinlichkeit nach wie die beiden vergangenen im Zeichen der Pandemie stehen wird? Wie bleibt man zuversichtlich trotz hoher Inzidenzen, einem Gesundheitssystem, das am Limit ist, und wachsender Uneinigkeit in der Gesellschaft – wobei meine Kollegin Anne Strotmann auf Seite 11 zu Recht fragt: War die Gesellschaft jemals einig? Wie schaffen wir es, um den Titel dieses Heftes aufzugreifen, an das Morgen zu glauben und trotz aller Krisen zuversichtlich in die Zukunft zu blicken?

Nicht um Corona, sondern um den Klimawandel geht es in dem Artikel »Zukunft mit Herz und Hirn« von Günter Banzhaf. Der evangelische Theologe und Philosoph geht der Frage nach, warum wir trotz besseren Wissens um die Ausbeutung unserer Erde nicht entschiedener handeln (Seite 48). Insbesondere junge Menschen sorgen sich angesichts des Klimawandels und bisher eher mäßigen Erfolgen, selbigen zu begrenzen, um ihre Zukunft. Wie weit diese Sorgen gehen können, beschreibe ich in meiner Geschichte »Keine Zukunft, keine Kinder« und beleuchte das Phänomen Gebärstreik (Seite 12). Über die Kunst, nicht zu resignieren, außerparlamentarisches Engagement und die Rettung der Welt hat meine Kollegin Barbara Tambour mit dem Inklusionsaktivisten Raul Krauthausen gesprochen (Seite 50).

»Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen«, ist ein Zitat, das Martin Luther zugeschrieben wird. Ich wünsche Ihnen und uns allen ein Jahr voller Gesundheit, Nächstenliebe und lutherscher Hoffnung.

Nana Gerritzen

Verlag: Publik-Forum; 64 Seiten
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