Populisten
Publik-Forum 2/2020

Populisten

Warum sie gewählt werden

wer wünscht sich das nicht? Sicher zu leben, von anderen anerkannt zu werden, irgendwo ganz und gar dazuzugehören. Genau diese Sehnsüchte sind es, die Rechtspopulisten für ihre Kampagnen missbrauchen. Sie erfinden Feinde, die die Gemeinschaft bedrohen, sprechen von der Nation, die stark sein muss, und von der Macht, das Übel besiegen zu können. Mittlerweile sind solche Populisten auf vielen Kontinenten an der Macht. Sie gebärden sich wie Götter des Gemetzels, wenn ihnen jemand Paroli bietet. Das lässt sich an Donald Trumps gehässiger Twitter-Welt ablesen. An der Knebelung der kritischen Presse in der Türkei. Oder auch am Brexit, der nach Jahren wüster Kampagnen tatsächlich Wirklichkeit und von Boris Johnson gefeiert wird. Warum wählen Menschen Populisten? Das Ressort Politik hat Ursachenforschung betrieben. Lesen Sie, was der Sog des Populismus mit unserer Kindheit zu tun hat, mit dem Internet und mit der Mär von korrupten Eliten und faulen Menschen.

Kann man etwas gegen jene unternehmen, die von einer erfundenen Wirklichkeit behaupten, sie sei wahr? Die alles zu ihren Gunsten verdrehen? Man kann. Doch es braucht Mut – und Solidarität. Wer sich ganz allein auf den Weg macht, muss Verleumdungen und Hetze häufig allein aushalten. Der Jesuit und Schuldirektor Klaus Mertes, der vor zehn Jahren nahezu im Alleingang den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche aufdeckte, hat das erlebt. Dennoch würde er wieder so handeln: »Ich bin freier geworden, nicht mehr so autoritätsabhängig – auch glücklicher«, sagt er Thomas Seiterich im Interview.

Ob auch die vielen Tausend Menschen im Iran eines Tages freier sein werden, die aktuell gegen ihre Regierung, gegen US-Sanktionen und die alltägliche Hoffnungslosigkeit auf die Straße gehen? Viele Iraner in Deutschland denken täglich an ihre Familien, die sich nicht mehr von Demagogen an der Nase herumführen lassen wollen

So viel Widerspruch macht Hoffnung! Geht Ihnen das auch so? Dann machen Sie eine Mut-Übung, wenn Sie Populisten zuhören müssen. Sagen Sie: »Ich bin anderer Meinung!« – und merken sich, wie gut das tut.

Verlag: Publik-Forum; 64 Seiten
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