Menschen statt Grenzen
Publik-Forum 5/2020

Menschen statt Grenzen

Wie eine Feministische Außenpolitik die Welt verändern könnte

die Sorge über die Folgen des neuartigen Corona-Virus ist auch in unseren Verlag vorgedrungen: In unseren Waschräumen hängen Spender mit Desinfektionsmittel, wir sind angehalten, Interviews möglichst am Telefon zu führen und Dienstreisen weitgehend zu vermeiden. Und auch uns bewegt in diesen Wochen die Frage: Was bedeutet das Corona-Virus für die Gesellschaft? Und was sagt der Umgang damit über uns? Unser Kollege Michael Schrom hat sich intensiv mit dem Thema beschäftigt und festgestellt, dass Menschen von jeher nach dem Sinn solcher Seuchen fragen – von 1633 in Oberammergau bis zum Frühjahr 2020 in Wuhan

Die Sorge über das Virus verengt aber nicht unseren Blick für die entsetzlichen menschengemachten Katastrophen, die sich ebenfalls in diesen Zeiten ereignen. Deshalb gehen wir in diesem Heft noch einmal nach Hanau, zu den Menschen, die dort mit den Erfahrungen des rechtsextremistischen Massakers weiterleben müssen. Wir untersuchen die gesellschaftlichen Ursachen der »toxischen Männlichkeit« solcher Attentäter. Und wir beleuchten das unfassbare Elend der Flüchtlinge an den Außengrenzen der EU. Dagegen stellt Viola Rüdele ein neues, gerechtes und menschliches Konzept von Politik vor: Die Feministische Außenpolitik, die mit Mitgefühl statt Drohgebärden regiert und ihren Fokus vor allem auf die Situation der Frauen richtet, die am stärksten von den Folgen poli?tischer Konflikte betroffen sind. So wollen wir den bedrohlichen populistischen Tendenzen dieser Welt eine neue Hoffnung entgegensetzen.

Eine hoffnungsvolle Begegnung erlebten auch die Kollegen aus dem Ressort »Religion und Kirchen«, die sich trotz aller Corona-Vorsicht auf den Weg nach Münster machten, um mit Gottsuchenden aus unterschiedlichen Traditionen und Religionen über Gott, Fügung und Freiheit zu sprechen. Sie erlebten ein differenziertes und nachdenkliches Gespräch über das, was die Welt im Innersten zusammenhält. Solche interessanten Fragen hätten ihr Journalisten noch nie gestellt, sagte die islamische Theologin anschließend. Auch der Fotograf fand das Gespräch so spannend, dass es ihn zu Zwischenbemerkungen reizte.

Verlag: Publik-Forum; 64 Seiten
Bestellnummer: 2005
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