Berühre mich!Aber fass mich nicht an
Publik-Forum 6/2020

Berühre mich!Aber fass mich nicht an

Leben, lachen, glauben in Corona-Zeiten

ein Virus unterbricht den Lauf der Welt: Statt im Verlagsgebäude von Publik-Forum in Oberursel schreibe ich diese Zeilen bei mir zu Hause im Gästezimmer unterm Dach. Meine Kinder erhalten ihre Schulaufgaben per E-Mail, ihre Großmutter besuchen wir nicht mehr, um sie zu schützen. Die Klarinettenlehrerin meiner Tochter hat kein Einkommen mehr, seit die Musikschule geschlossen hat. In Italien sterben so viele Menschen an den Folgen des Virus, dass geordnete Beisetzungen nicht mehr möglich sind. Im überfüllten Flüchtlingslager Moria auf Lesbos nähen die Geflüchteten in Selbsthilfe Gesichtsmasken. Abstand voneinander zu halten ist ihnen genauso unmöglich wie den Bewohnern der Favelas von Rio de Janeiro, die auf engstem Raum zusammenleben – ohne ausreichend frisches Wasser zum Händewaschen. Weltumspannend sind alle betroffen, doch die Folgen für den Einzelnen können dabei dramatisch verschieden sein.

Nicht für alle folgt daraus, dass es jetzt um Solidarität und Nächstenliebe geht. Zwar hält das Christentum, wie andere Religionen auch, viele Ressourcen für das Miteinander in Corona-Zeiten bereit. Doch es gibt auch Christen, die jetzt als Moralapostel auftreten oder ihr Abschottungsdenken perfektionieren. Für sie sind Flüchtlinge »Virus-Wirte«. Und Pfarrer, die laut darüber nachdenken, dass wir uns nicht in eine Gesellschaft der Unberührbaren verwandeln dürfen, erleben einen Shit-Storm in den sozialen Medien. Das zeigt Britta Baas in der Titelgeschichte dieses Heftes »Berühre mich! Aber fass mich nicht an«.

Seit zwei Wochen arbeitet die Publik-Forum-Redaktion von zu Hause aus. Auch die meisten anderen Verlagsmitarbeiter sind ins Home-Office umgezogen. Dennoch erreichen Sie uns alle wie gewohnt per Telefon und E-Mail. Wir gehen auf Abstand – aber wir bleiben in Kontakt. Den Kontakt mit Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, wollen wir sogar intensivieren. Wir laden Sie ein zu unserem Erzählprojekt »Die Liebe in Zeiten von Corona«. Bitte schreiben Sie uns über Ihre Erfahrungen, Nöte, Ängste – und auch über Ihre Zuversicht in dieser Ausnahme-Zeit.

Passen Sie gut auf – auf sich selbst und auf Ihre Nächsten!

Verlag: Publik-Forum; 64 Seiten
Bestellnummer: 2006
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