Arbeiten und Leben nach Corona
Publik-Forum 9/2020

Arbeiten und Leben nach Corona

Was wir aus der Krise lernen können

»heute bin ich an der Krebsmühle vorbeigefahren«, schrieb unsere Kollegin Elisa Rheinheimer-Chabbi kürzlich in einer wehmütigen Nachricht: »Das waren noch Zeiten …« Tatsächlich haben wir alle unsere Redaktionsräume in der Oberurseler Krebsmühle lange nicht betreten. Seit sieben Wochen arbeitet die Publik-Forum-Redaktion verstreut an ihren Heim-Arbeitsplätzen, verständigt sich über Telefon und elektronische Nachrichten. Vielen von uns fehlt der persönliche Kontakt. Zugleich sind wir froh, dass die redaktionellen Abläufe dennoch klappen – und dass Publik-Forum gerade jetzt seine Stimme einbringen kann.

Denn die aktuelle Corona-Krise provoziert existenzielle Fragen: Was ist das höchste Gut im Leben? Was hat Vorrang vor allem anderen? Ist es die Gesundheit? Das nackte Leben? Oder gibt es Werte, die wichtiger sind: Freiheit, Gemeinschaft, Würde? Zu diesem brisanten Thema haben zuletzt drei Politiker markante Standpunkte vertreten. Alle drei kommen in dieser Ausgabe zu Wort: Wolfgang Thierse im Hauptkommentar, Boris Palmer im Pro und Contra sowie Wolfgang Schäuble im Dossier.

Vor allem die Sehnsucht nach Freiheit wird nach wochenlanger Quarantäne offenbar. Michael Schrom nimmt sie zum Anlass einer theologischen Auseinandersetzung: über die Spannung zwischen Freiheit und Gemeinwohl . Das Dossier in der Heftmitte beschreibt die Schwächen des Kapitalismus, wie sie in der Krise auf krasse Weise zutage treten – und die große Chance zur Veränderung, die darin liegt.

Über den Tellerrand der Tagesaktualität blicken wir auch mit unserer neuen Reihe »Das koloniale Erbe«, die mit dieser Ausgabe ihren Auftakt nimmt. Vor genau sechzig Jahren wurden 17 afrikanische Staaten unabhängig; doch die kolonialen Strukturen wirken bis heute. Elisa Rheinheimer-Chabbi und Viola Rüdele haben sich intensiv mit den unterschiedlichsten Facetten des kolonialen Erbes auseinandergesetzt, um die verbreitete Ignoranz in den europäisch-afrikanischen Beziehungen zu durchbrechen.

Verlag: Publik-Forum; 64 Seiten
Bestellnummer: 2009
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