Machtlos mächtig
Publik-Forum 21/2020

Machtlos mächtig

Von Gandhi bis Belarus: Wann ist gewaltfreier Widerstand erfolgreich?

Wann ist der Mensch ein Mensch? Die meisten von Ihnen werden sich an einen Song von Herbert Grönemeyer erinnern, in dem es heißt: »Der Mensch heißt Mensch/ weil er irrt und weil er kämpft/ weil er hofft und liebt/ weil er mitfühlt und vergibt«. In Kirche und Gesellschaft wird die Frage, was menschenwürdiges Leben ausmacht, dagegen häufig bezogen auf Anfang und Ende des Daseins debattiert. Dabei wird leicht vergessen, dass viel Leben dazwischenliegt.

Diesem »Dazwischen« widmet sich die vorliegende Ausgabe von Publik-Forum. Das Politikressort beantwortet die Frage so: Der Mensch ist Mensch, wenn er sich bewusst wird, dass er machtlos mächtig ist. Wenn er gegen ungerechte Gesetze ankämpft, Willkür nicht hinnimmt, bereit ist, für seine Ideale zu leiden – und dabei gewaltlos bleibt. An vielen Ecken und Enden der Welt führt diese Strategie zum Erfolg. Manchmal allerdings auch nicht. Wird Gewaltlosigkeit damit sinnlos? Gandhis Antwort hieß: »Nein.«

Der Mensch ist auch dort Mensch, wo er einfach mal nur sein darf. Zum Beispiel in der Kirche. Das »heilige Spiel«, die Liturgie eines Gottesdienstes, übt den Menschen darin ein, »für Gott Zeit zu verschwenden«, schreibt Michael Schrom. Einmal nichts Nützliches zustande bringen zu müssen, ruhig zu werden, in und gleichzeitig außerhalb der Welt: Das macht den Menschen als religiöses Wesen aus. Gibt die Art, wie Gottesdienste üblicherweise gefeiert werden, ihm die Möglichkeit dazu? Muss sich etwas ändern, damit der Mensch religiös bleiben kann? Dieser Frage geht das Ressort »Religion« nach.

Wann ist der Mensch ein Mensch? Diese Frage wird im Sterben existenziell. Der Schauspieler Götz Schubert fragt sich: Wem gehört das Leben? Er spielt in der Verfilmung von Ferdinand von Schirachs Theaterstück »Gott« eine Hauptrolle. Und spricht darüber, wie wichtig es ist, sich mitten im Leben über dessen Endlichkeit klar zu werden. Nicht aus Angst, sondern aus Freude am Dasein.

Zu einer anderen Frage können wir Ihnen in dieser Ausgabe noch nichts bieten, holen das aber in der kommenden nach: Wie liefen die Präsidentschaftswahlen in den USA? Und was bedeutet das für das Land und die Welt? Während Sie vielleicht am 3. November vor dem Fernseher saßen, war diese Ausgabe bereits in Druck.

Verlag: Publik-Forum; 64 Seiten
Bestellnummer: 2021
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