Der vergessene Frieden
Publik-Forum 11/2021

Der vergessene Frieden

Warum zivile Konfliktlösungen so wichtig sind und was die Kirchen dafür tun

ich muss zugeben: Als ich zu Beginn dieses Jahres gefragt wurde, ob ich nicht einen Artikel für Publik-Forum schreiben möchte, hatte ich noch nie von dieser Zeitschrift gehört. Obwohl ich für viele Magazine gearbeitet habe, lange als freier Autor und zuletzt als Redakteur beim Politikmagazin Cicero. Vielleicht liegt es daran, dass ich aus dem protestantischen Hamburg stamme und im weitgehend gottlosen Berlin lebe. In meinem Freundeskreis, das merkte ich bald, war Publik-Forum sehr wohl bekannt. »Damit bin ich aufgewachsen, meine Eltern sind treue Abonnenten«, so ähnlich waren die Reaktionen. Und umso länger ich mich mit dieser Zeitschrift beschäftigte, umso klarer wurde mir, was ich versäumt hatte. Desto mehr freue ich mich jetzt, ein Teil von ihr zu sein. Und auf die Arbeit mit den wunderbaren Kolleginnen und Kollegen sowie natürlich den Kontakt mit Ihnen!

Geht es Ihnen auch so? Die Bilder von den Raketenangriffen aus Israel und Gaza haben uns in der Reaktion keine Ruhe gelassen. Auch wegen der Frustration darüber, dass es aus diesem und so vielen anderen Konflikten offenbar keinen Ausweg gibt. Oder doch? Wir haben mit vielen Menschen gesprochen, die sich unermüdlich für Frieden einsetzen und sie gefragt, warum sie die Hoffnung nicht aufgeben. Margot Käßmann beschreibt, was die Kirche dafür tun müsste. Renke Brahms, Friedensbeauftragter der EKD, beleuchtet mögliche politische Lösungen (Seite 28). Und die nordirische Mediatorin Mary Montague berichtet, wie ein Dialog in Konfliktregionen etabliert werden kann (Seite 32). Eine rhetorische Bombe platzte kurz vor unserem Redaktionsschluss: Kardinal Reinhard Marx hat seinen Rücktritt angeboten. Die katholische Kirche kommt aus der Unruhe nicht heraus. Unser gesamtes Ressort Religion und Kirche analysiert die Lage ausführlich.

Noch ein Hinweis: Am Samstag, den 19. Juni, wird Wolfgang Kesser, langjähriger Chefredakteur dieser Zeitschrift, in Frankfurt/Main mit dem Walter-Dirks-Preis geehrt. Gewürdigt wird er für seinen engagierten Journalismus für Frieden und Gerechtigkeit. Um 16.30 Uhr hält er einen Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion, um 19 Uhr beginnt der Festakt. Möchten Sie digital dabei sein? Dann schicken Sie eine Email an [email protected]
Ihr Constantin Wißmann

Verlag: Publik-Forum; 64 Seiten
Bestellnummer: 2111
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