Verschwiegen und vergessen
Publik-Forum 9/2026

Verschwiegen und vergessen

Wie biblische Frauengeschichten verdrängt werden

Liebe Leserin, lieber Leser,

in diesem Heft erfahren Sie, warum sich unsere Volontärin Daniela Ordowski nach einer Papstaudienz ein Feminismus-Symbol tätowieren ließ, warum Wolfgang Thierse in die SPD eingetreten ist und wie Daniel Libeskind, der Erbauer des viel bestaunten Jüdischen Museums in Berlin, den Weg zur Architektur gefunden hat. Was diese höchst unterschiedlichen Geschichten gemeinsam haben? Das Aufstehen und das Handeln, den Widerstand gegen Trostlosigkeit und die Überzeugung, dass es sich lohnt, sich für eine bessere Welt einzusetzen. Wir erinnern daher auch an Alfred Delp und Fritz Gerlich. Der Leitsatz des Katholikentags »Hab Mut, steh auf« passt gut in unsere dramatische Zeit. Krisenzeiten halten besondere Herausforderungen für gläubige Menschen bereit. Politisch, gesellschaftlich und kirchlich. Und falls Sie in Würzburg sind, besuchen Sie uns gerne auf unserem Thementag im Cinemaxx-Kino. Wir sprechen mit interessanten Gästen über den rechten Zeitgeist und die Zukunft des Christentums.

Anne Lemhöfer, die Sie als Kolumnistin wunderbarer Alltagsgeschichten kennen, nimmt Sie mit in den harten armenischen Alltag. Über das Hilfswerk Renovabis konnte sie Einblicke erhalten in das kleine, aber geopolitisch bedeutsame Land, das wie Georgien vor der Frage steht, ob es sich nach Europa orientieren soll und darf. Die Rolle der Kirche ist dabei nicht zu unterschätzen. Bleibt zu hoffen, dass sich die Kirchenführer ihrer Verantwortung bewusst sind.

Aus einem kleinen Anfang kann Großes werden: Als vier CVJM-Gruppenleiter im Jahr 1953 ein Liederheft für ihr Zeltlager herstellten, ahnten sie nicht, dass die »Mundorgel« in den nächsten 70 Jahren fast 15 Millionen Mal verkauft werden würde: Evangelische wie katholische Jugendliche sangen daraus auf Fahrten, in Gruppenstunden, am Lagerfeuer. Sie auch? Erzählen Sie uns Ihre Geschichte mit der Mundorgel! Unter [email protected]. Wir sind gespannt.

In einer Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint, sollten wir uns den kühnen Gedanken leisten, die Gegenwart des göttlichen Geistes anzunehmen. Denn, so schreibt der Theologe Jörg Lauster: »Wer den Geist als Stachel versteht, der Menschen leise, aber beharrlich aufstört, für den schimmert Hoffnung durch. Nichts muss so sein, wie es ist. Der Geist inspiriert zu Besserem.« In diesem Sinne: Frohe Pfingsten!

Michael Schrom


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